Türmersturm

Er war mit drei weiteren Türmen Teil des ursprünglichen aus dem 13. Jahrhundert stammenden Wasserschlosses. Der Türmer hatte aus seiner Stube unter der Turmhaube freie Sicht über das Tal, umgekehrt ist der Turm von allen Seiten sichtbar.

Die Höhe des Türmersturms bis zur Kuppel beträgt 28 Meter und entspricht auch dem Umfang, bis zur Spitze sind es 37 Meter. 119 Stufen führen zur Turmstube.

Als das Wasserschloss im 16. Jahrhundert zum Kurmainzischen Schloss umgewandelt wurde, blieb der Türmersturm als einziger Turm erhalten. Sein letztes Stündchen schien im Jahr 1848 geschlagen zu haben, als die Stadt ihn abreißen wollte. Der Bürger Josef Zugelder leistete so energisch Widerstand, dass der Abrissbeschluss widerrufen wurde. Die Stadt dankte es dem mutigen Mann, indem eine Gasse nach Zugelders Spitznamen „Struwe“-Gasse benannt wurde. Struwe war dabei die leichte Änderung des Namens von Gustav Struve, eines radikalen badischen Revolutionärs aus dem Jahr 1848.

Weit sichtbar prägt auch heute noch der Türmersturm als Wahrzeichen der Stadt zusammen mit dem Turm der Stadtkirche St. Martin das Stadtbild.

Einen festen Platz hat der Türmersturm und der Schlossplatz im sommerlichen Veranstaltungsreigen der Stadt: Von Anfang Mai bis Anfang Oktober, jeden Freitag um 21 Uhr, erklingen unter anderem im Rahmen des „Abendlieds vom Türmersturm“ bekannte Melodien aus den Fenstern der Turmstube.

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