Rathaus
Das Rathaus ist der Blickfang des Marktplatzes. Der neugotische Stil des Gebäudes ist selten in Süddeutschland. Die einzige, allerdings „große“ Schwester, steht als Münchner Neues Rathaus am dortigen Marienplatz. Die Pläne entwarf der badische Baudirektor Theodor Fischer.
Die auffällige Sandsteinfassade und im Inneren das doppelläufige Treppenhaus sowie der Saal im Obergeschoss, der als „gute Stube“ der Stadt für repräsentative Veranstaltungen sowie als Konzertsaal genutzt wird, sind besonders sehenswert. Das Gebäude beherbergt die Diensträume des Stadtoberhauptes sowie die Tourist-Information. Die weitere Verwaltung ist seit 1985 im sogenannten Klosterhof, auf der gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes, untergebracht.
Unter den Arkaden erinnert eine alte Stadtwaage aus dem Jahr 1775 an frühere Zeiten als bedeutender Handelsplatz. Bischofsheim lag an wichtigen Handelsrouten und Geleitstraßen.
Das „alte“ Rathaus im heutigen Tauberbischofsheim (das „Tauber“ kam zum Bischofsheim erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts zur besseren Unterscheidung der verschiedenen Orte gleichen Namens dazu) war der aufstrebenden und wachsenden Stadt im 19. Jahrhundert einfach zu klein geworden. Die Stadt hatte nach Verlust sämtlicher Rechte nach den Bauernaufständen des 16. Jahrhunderts sehr lange ganz tief im Dornröschenschlaf gelegen. Das neue Rathaus sollte auch ein Zeichen des Wiedererwachens der Stadt und ihres erneuerten Selbstbewusstseins darstellen.
Mit Kröti auf Entdeckungstour
Demnächst hört ihr hier, wie Kinder das Rathaus erleben.

