Kurmainzisches Schloss
Die Ursprünge der Anlage liegen in einem seit dem Frühmittelalter bestehenden Königshof in Form einer Wasserburg. Sie war von einem tiefen Graben umgeben und nur aus Richtung der Stadt über eine Zugbrücke erreichbar. Vier Türme und eine Mauer dienten der Verteidigung.
Im 13. Jahrhundert wurde die Burg umgestaltet. Errichtet wurden unter anderem ein repräsentativer Bau (Palas) und ein Rundturm als Bergfried, der auch heute noch erhaltene Türmersturm. Rund 200 Jahre später setzte erneut eine Bauphase ein, als die regierenden Erzbischöfe in Mainz die Burg erweiterten. Das Lehen für die Burg hatten die Herren in Mainz bereits 1273 von Kaiser Friedrich II. erhalten.
Da eine solche Burg im Laufe der Jahrhunderte und mit Blick auf die Entwicklung der Waffen ihre Bedeutung als Wehranlage immer weiter verloren hatte, wandelte sich die Festung zum Schloss. Bis zum 1803 hatte der jeweilige Amtmann als Verwalter des umliegenden Gebietes hier seinen Sitz. Im Lauf der Zeit dehnte sich die Stadt Bischofsheim immer weiter aus und umringte schließlich das Schloss. Wer einmal einen Eindruck von der imposanten Höhe der früheren Stadtmauer erhalten möchte, sollte am Türmersturm vorbei die Schlossanlage verlassen und nach der Brücke in den ehemaligen Burggraben hinuntersteigen. Zur Höhe der erhaltenen Mauer muss man sich noch einen überdachten Wehrgang auf der Mauerkrone dazu denken.
Nach 1803 gab es verschiedene Nutzungsarten für die Anlage, unter anderem im schulischen Bereich.
Heute zeigt das Tauberfränkische Landschaftsmuseum einen breitgefächerten Einblick in Kultur und Geschichte der Stadt und der Umgebung, aber auch in den Alltag von Kirche und Gesellschaft. Ein unfassbar detailreiches Stadtmodell „Bischofsheim in der Mitte des 18. Jahrhundert“ bereichert die Ausstellung. Das Museum wird vom Verein den Tauberfränkischen Heimatfreunden ehrenamtlich geführt.
Mit Kröti auf Entdecktungstour
Wusstest du, dass das Schloss heute ein Museum ist.
