Reste der Stadtmauer

Die Ursprünge einer über Jahrhunderte bestehenden Stadtbefestigung reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Zwölf Meter hoch ragte die Stadtmauer auf, 1,5 Meter dick. Nur zwei Stadttore führten hinein und hinaus. Die ehemalige Wasserburg wurde durch eine weitere, davorgesetzte Mauer, den Zwinger, geschützt. Weiter nach außen sollte ein ganzes System von Wallgräben den Schutz verstärken. Das prächtige Schmucktor, das einst vor dem Oberen Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung stand, kann heute an der Halbigsmühle besichtigt werden. Das untere Tor, auch Gefängnisturm oder Centturm genannt, ist nicht erhalten.

Zu einer soliden Stadtverteidigung gehörten natürlich auch Türme, 20 an der Zahl. Bis heute erhalten ist der Rest des „Hungerturms“ unterhalb des Schlosses am Schlossgraben. Dieser Turm steht seltsamerweise komplett außerhalb der Stadtmauer. Wie dessen Name zeigt, dienten nicht alle Türme ausschließlich der Verteidigung, sondern hatten ihre Bestimmung auch als Strafturm (Hexen- bzw. Hungerturm).

Wie die Stadt mit ihrer damals noch kompletten Verteidigungsanlage im 18. Jahrhundert aussah, das erschließt dem Betrachter das akribisch gefertigte Modell „Bischofsheim in der Mitte des 18. Jahrhunderts“ im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum. Details zur reichen Geschichte der Stadt erfährt der Besucher bei einem Rundgang durch das Museum im Kurmainzischen Schloss.

Mit Kröti auf Entdeckungstour